erweitertes Vorwort der Neuauflage Februar 2009
Heilung von der Seele her, Band 1
Vorwort

Wie kam es zu den Durchlichtungsanalysen?

Lieber Leser,
mich drängt es jetzt, an dieser Stelle meine eigene Geschichte zu erzählen, damit Sie vielleicht nachvollziehen können, wie sich Ihre eigene Geschichte aufgebaut hat. Jeder von uns hat von Anfang des Lebens an so viele Hinweise in seinen Träumen - in seinem Schicksal - in seinen Begegnungen, dass er sie eigentlich nur wie Teile eines Puzzlespieles zusammenlegen müsste, um zu erfahren, was ihn in seinem jetzigen Leben tangiert: Welche Aufgaben stehen an? Was habe ich noch zu lernen? Was fehlt noch aufzulösen? Und da die Seele erwachsen ist, egal wie klein oder groß ihr Körper ist, beginnt dieser Prozess schon direkt nach der Geburt. Wir kennen es ja: Auf einmal wacht ein Kind auf und schreit: Die Eltern fragen sich: Was ist los? Ein Bäuerchen? Hunger? Frisch gewickelt - schon wieder voll? Nein, alles ist in Ordnung. Und das Schreien lässt nicht nach - das Kind ist untröstlich. Was ist passiert? Auch ich war so ein Schreikind: Bei mir tauchte jede Nacht dasselbe Bild auf: Ich ging durch ein riesiges Eisenmaul mit spitzen, scharfen Zähnen, welches auf- und zuging. Immer wieder musste ich da hindurch. Dahinter lag ein riesiger, brennender Scheiterhaufen, rotglühend, die Flammen züngelten weit hoch, so weit, dass ich deren Ende überhaupt nicht erblicken konnte. Und ich musste durch das Maul hindurch auf diesen Scheiterhaufen. Ich schrie und schrie - und wachte von meinem Schreien auf. Mutti kam jedes Mal und probierte mich zu trösten, aber ich weinte noch dermaßen, dass es ihr oft nicht möglich war. Oft genug war der Schrei, das Schreien so gewaltig, dass ich mir den Kiefer ausgerenkt hatte, den Mutti mir wieder vorsichtig mit der flachen Hand hereindrückte.
Dieser Traum - besser gesagt dieses Erleben - verfolgte mich bis ins zwölfte Lebensjahr. Im zwölften Lebensjahr, als der Traum wiederkam und Mutti mir zum x-ten Male den Kiefer eingerenkt hatte, sagte sie zu mir, und ich höre ihre Worte noch wie heute: „Mädchen, bitte den lieben Gott doch einmal darum, dass er Dir diesen Traum nimmt!" Es war frühmorgens und es wurde draußen schon leicht hell. In mein kleines schräges Dachzimmer fiel das Licht durch ein schmales Kippfenster, aber die Ecke links hinten war normalerweise dunkel. Ich betete inniglich um die Erlösung von diesem Traum. Auf einmal stand, immer heller werdend, ein Mann aus Licht in dieser Ecke, leuchtend, strahlend, mit blauem Rändern an seinem weißen Gewand, leuchtend blonde Haare, und sagte ganz deutlich zu mir: „In diesem Leben wirst Du nicht verbrannt!" Ich erschrak ein bisschen, beruhigte mich aber gleich wieder und spürte in seinem Lächeln die unendlich große Liebe, die darin lag. Später, viel später erst wusste ich, dass dies Erzengel Michael gewesen war, der mir diese Botschaft überbracht hatte. Sein Lächeln war so wohltuend, es drang tief in die Seele ein und beruhigte mein aufgewühltes Gemüt.

Von diesem Tag an war der Traum verschwunden und ich konnte meine Schulzeit in Ruhe absolvieren.

Innerhalb der Schulzeit passiert dann folgendes: Eine Gruppe Schüler fuhr in die Partnerstadt unseres Städtchens. Ich hatte die Leitung der Gruppe mit übernommen. Am Wochenende fuhren wir mit unserer Gastfamilie in die nächst größere Stadt, um sie zu besichtigen. Auf einmal, in den engen Strassen dieser französischen Stadt, sah ich die Giebel der Häuser und hörte intensives Hufgeklapper. Angst stieg in mir hoch, Zorn und Groll, die ich nur als Angst vor Menschen und Lebensangst bezeichnen kann.

Zu dieser Zeit hatte ich von Vorinkarnationen noch keine Ahnung. Ich setze mich nur heulend auf eine Mauer, mir war schlecht und ich übergab das schöne französische Mittagessen wieder den Vögeln. Was war passiert? Ohne es zu wissen, war ich wieder in die Stadt geraten, in der mein Scheiterhaufen gestanden hatte, in der das Inquisitionsgericht saß und in der die große Verachtung für eine gute Sache passierte...hochgelobt, dann tiefstens verurteilt.
All das wusste ich zu der Zeit noch nicht, ich spürte nur diese tiefe Zornestrauer und schwor mir: „Diese Stadt werde ich nie, nie wieder betreten!"

Völlig unverziehen kam aus dem Unterbewussten die gesamte Geschichte wieder hoch, wie ich heute weiß. Ich konnte es nur noch nicht orten, woher das Ganze kam, diese Gefühlswallungen, diese Trauer, dieser Zorn, diese Todesangst. Wenn uns solche Gefühle beschleichen, ohne, dass wir wissen warum, dann sollten wir sofort aufmerken: „Was habe ich mit dieser Stadt zu tun? Ist da zu irgendeiner Zeit irgendetwas passiert?" Kein Gefühl kommt umsonst, und diese Gefühle weisen uns auf vorinkarnatorische Begebenheiten hin, die noch völlig unbearbeitet sind.

Dasselbe ist der Fall, wenn wir Menschen gegenüberstehen, bei denen unser Gefühl gleich Alarm schlägt. Ohne sie zu kennen, kann unser Körper doch gar nicht wissen, wer vor ihm steht, aber die Seele weiß es und funkt schneller, als unser Körper überhaupt zu denken vermag. Da sollten wir innehalten und uns fragen: Warum reagiert unsere Seele so? Was habe ich mit dem Menschen zu tun?

Im Guten ist es genauso: Wie vertraut uns manche Menschen sind, und wir haben das Gefühl, wir stehen einem alten Freund / einer alten Freundin gegenüber. In diesem Falle ist eine Inkarnation mit dem Menschen gut verlaufen und unsere Seele freut sich richtig, ihn / sie wiederzusehen.

Das Ereignis in der großen Stadt ging bald wieder in meinem Gedächtnis unter, und ich erledigte meine Schulzeit, machte mein Abitur und dachte nicht mehr daran.
Bis dann mit 19, als ich in ein Austauschjahr ging, die Bechterewsche Krankheit bei mir ausbrach: Der Morbus Bechterew ist eine Krankheit, die zwei Verläufe hat: Der Rücken versteift, bei der einen Form von oben beginnend, bei der zweiten Form vom Steiß ausgehend. Ich hatte die Form, die beim Steiß begann. In schmerzhaften Schüben entzündet sich das Iliosakralgelenk, der Schmerz schießt ein und verschlägt einem den Atem. Die schmerzhaften Schübe dauern oft bis zu zwei Monaten. Es bilden sich Verknöcherungen an den Wirbeln, die es im Verlauf der Krankheit dem Menschen immer unmöglicher machen, sich nach vorn zu beugen und sich richtig zu bewegen. Dadurch entsteht im Laufe der Zeit der typische Bechterewlergang: Die untere Wirbelsäule wird gerade, der Kopf leicht nach vorn geneigt, der obere Rücken wird immer krummer und der Brustkorb wird im Laufe der Zeit eingedrückt, so dass die Atmung verringert wird. Viele Bechterewler landen im Rollstuhl oder müssen sich gefährlichen Operationen unterziehen, um den Brustkorb wieder aufzurichten. So hieß auch bei mir die Diagnose: „Der Verlauf Ihres Bechterews ist so gewaltig, dass Sie damit rechnen müssen, dass Sie mit 36 im Rollstuhl sitzen!" Doch irgendwie platze es aus mir heraus: „Ich bin sicher, Herr Doktor, dass ich mit 36 geheilt bin!" Woher ich diese Sicherheit nahm, weiß ich nicht, aber jedenfalls war sie da. „Oh, beim Bechterew gibt es aber selten Spontanheilungen!", desillusionierte mich der Arzt. „Ich habe bisher noch keine erlebt!"

Nun, mit dieser Wahrheit ausgerüstet ging ich in die Krankheit. Doch bald tauchten die Bilder auf: In jedem Schmerz sah ich eine Szene, und zwar die Szenen, die ich vorher schon als Kind in meinen Träumen sah und die mich so erschreckt hatten: Der Scheiterhaufen war wieder da: Und ich sah den Scheiterhaufenanzünder, wie er grinsend und voller Überzeugung, das Richtige getan zu haben, daneben stand! Er hatte den linken Schneidezahn oben quer abgeschlagen. Ich fragte verdutzt: „Aber in diesem Leben hat er doch gar keinen quer abgeschlagenen linken Schneidezahn?" „Kind, überleg einmal!" Und mir wurde schlagartig bewusst, dass der Mann, der damals den Scheiterhaufern angezündet hatte, wieder einen schräg abgeschlagenen linken Vorderzahn hatte: Aus Wut darüber, in seiner späten Kinderzeit eine Aufgabe erledigen zu sollen, schlug er seine Zähne auf sein Klavier und dieser „angeknackste" Zahn, der die Informationen aus der alten Zeit mitgenommen hatte, brach wieder an der gleichen Stelle ab. Nur war diesmal ein Stiftzahn darüber, deswegen hatte ich mich nicht sofort an diese Geschichte erinnert.

Auf einmal wurde mir klar, was der brennende Schmerz sollte: „Kind, Du hast Deinem Scheiterhaufenanzünder noch nicht vergeben! Fünfhundert Jahre bist Du ihm nachgeritten, und es war nicht möglich, Dich zur Vergebung zu bewegen! So hatten wir keine Wahl: Wir mussten Dich noch einmal auf die Erde schicken, damit Du ihm in Liebe vergeben lernst!" Ach Du Schreck, und diesem Mann, der mich damals so misshandelt hatte und der vollen Überzeugung war, er hätte Recht getan, sollte ich nun vergeben? Nein!!!

Ein Riesenschrei!, und der nächste Ischiasschlag erinnerte mich an das Wort des Vaters, was ich zwar schon tausendmal gehört, aber noch nicht umgesetzt hatte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" Klar, wissen sie nicht, was sie tun, denn wenn sie wüssten, dass sie sich mit jedem Handstreich ihren eigenen Schmerz (der Zukunft, der Abtragung) zufügen, dann würden sie die Hände davon lassen! Weinend rieb ich immer wieder meinen Po, das Iliosakralgelenk, in dem die 10 000 - Volt- ähnlichen „Schüsse" mich daran erinnerten, was noch zu vergeben war. Warum musste ein Opfer, was doch wirklich nichts getan hatte, so darunter leiden? Bald bekam ich die Antwort: „Kind, was ist der Unterschied zwischen einem Täter und einem Opfer, welches nicht vergeben kann? Keiner - beide sind hartherzig!" Und so musste ich die Hartherzigkeit des Opfers, dieses Nicht-Vergeben können, erst ablegen, ehe ich gesunden konnte. Unter Tränen und Zornesanfällen, die die ganze aufgestaute Wut der 500 Jahre noch einmal herausließen, schaffte ich es ganz langsam, diese Situation immer ruhiger anzuschauen. Was ich heute, nach 12 Jahren Arbeit in dieser Richtung, mit meinen Mitmenschen in 4 Stunden bearbeite, hat bei mir noch 17 Jahre gedauert!

Die Verbindung mit meinem Scheiterhaufenanzünder hatte zwei Möglichkeiten: Entweder akzeptierte er in diesem Leben meine Hellsichtigkeit und die Innere Stimme, all die Faktoren, die damals zu meiner Verurteilung geführt hatten, und dann konnte die Verbindung ein gutes Ende nehmen. Oder er akzeptierte sie wieder nicht, und in dem Falle wird die Verbindung getrennt, weil dann offensichtlich wird, dass das eigentlich schuldlose Kind wieder unter ihm zu leiden hätte. Das zweite war bei mir der Fall. Erst, als ich ihm weitestgehend vergeben hatte, seine Haltung sich aber nicht geändert hatte, konnte die Verbindung gelöst werden. Ich brauchte anschließend noch weitere fünf Jahre, um mich voll und ganz aus dem Groll zu lösen, was mir aber auch gelang. Heute bin ich grollfrei, aber die Warnung: „Kind, wenn Du noch einmal grollst, dann kannst Du gleich wieder Deine Krücken nehmen," steckt mir noch tief in den Knochen! Im Moment habe ich meine Krücken verliehen - ich kenne die Ursache des Ischias und brauche sie deswegen nicht mehr. Aber wenn diese Iliosakralgelenkschmerzen kommen, dann weiß ich warum: Ich bitte für meine Nachtragendheit schnell um Vergebung und schon sind sie wieder weg ... der letzte Schub dauerte nur 5 Sekunden.

So ein Scheiterhaufen ist eine langwierige Sache und es sind ja viele Menschen daran beteiligt. So waren nach der Arbeit mit dem Scheiterhaufenanzünder noch eine ganze Menge Menschen übrig, denen ich ebenfalls nicht verziehen hatte, aus dem Gefühl und dem Wissen heraus, ungerecht behandelt worden zu sein.

Die nächste Gruppe waren die Inquisitoren: Auch deren Verhalten wurde mir in diesem Leben so echt gespiegelt, dass ich wirklich den Eindruck hatte, ich sitze wieder mitten im Inquisitionsgericht! Weinend und voller Gram/Groll, mit Ischiasschmerzen im Rücken fragte ich: „Warum, lieber Gott muss ich so leiden, dass mich die Menschen wieder so missachten, nicht verstehen und mir eine Kälte entgegenstrahlen, dass ich nicht mehr existieren kann?"

Auf diese Frage kam die leise Gegenfrage: „Hast Du Deinen Inquisitoren schon vergeben?" Und ich, schneller als jeder Gedanke sich richtig formen kann, platzte raus: „Was, denen auch noch?" Ein leises Lachen, ich erkannte, dass ich ihnen überhaupt noch nicht vergeben hatte. Meine eigene Reaktion zeigte es mir. „Auhh..."

Und ich fuhr mit meinem Sohn noch einmal an die Stelle, wo das Inquisitionsgericht stand. Fiebernd und heulend vergab ich ihnen sehr langsam, einige Tage hat es gedauert, bis ich es völlig vergeben hatte. Ich fieberte, mir war schlecht und ich weinte unablässig, die Bilder immer wieder vor Augen. Mein Sohn musste mich heimfahren, weil ich dazu nicht in der Lage war. Erst im Laufe der Fahrt lösten sich die letzten Reste, und die Bilder des Inquisitionsgerichtes verschwanden allmählich und machten dem vergebenen Zustand Platz: Ich konnte die Inquisitoren emotionsfrei anschauen, eigentlich nur in der Trauer, dass sie es noch nicht verstanden haben, was damals wirklich passiert war und wie sehr sie sich belastet hatten. Einige hatten schwerste Rückenprobleme, andere Asthma, und wenn man die seelischen Ursachen der Krankheiten kennt, dann weiß man, dass diese Menschen mitten in ihrer Austragung steckten.

Völlig vergeben heißt, dass es einen auch emotional nicht mehr berührt und man die Situation anschauen kann wie einen Film aus alter Zeit, der zwar noch in der Erinnerung steckt, aber emotionsfrei geworden ist: Ich rege mich nicht mehr darüber auf. Es ist vergeben. Es wühlt mich nicht mehr auf, auch wenn ich daran erinnert werde...

Das, was vergeben ist, ändert sich auch im Leben: In vielen Fällen ändern sich die beteiligten Personen, der Kontakt wird besser und man versteht einander wieder. Falls die anderen sich nach der Vergebung nicht ändern wollen, ist die zweite Lösung: Man selbst kommt in eine bessere Situation: So war es auch in meinem Falle: Ich konnte den Arbeitsplatz wechseln und war aus der inquisitorischen Umgebung heraus! Sie aber trugen weiterhin durch Asthma und Rückenschmerzen ab und dienten ebenfalls durch ihren Beruf ab.

Noch einige Menschen traten in mein Leben, denen ich ebenfalls aus der selben Zeit heraus noch vergeben durfte, unter anderem der damals regierende König, der stark an meiner Verurteilung beteiligt war. Er trug ebenfalls noch die Allüren eines Königs: Man reiche mir...Mutter, Tante, Schwägerin... der gesamte Hofstaat hatte sich um sein Wohlergehen zu kümmern. Das Essen hatte auf dem Tisch zu stehen, wenn er heimkam, mindestens ein dreigängiges Menü, und die Unterhosen gebügelt im Schrank zu liegen... wer wollte das heute noch erfüllen als berufstätige Partnerin? Wie viel Abtragungszeit und  gelegenheiten wird er noch brauchen, bis er erkennt? Diese Menschen werden abdienen müssen, weil sonst anders ihre Haltung nicht zu ändern ist.

Als ich endlich allen weitestgehend vergeben hatte, kam, genau 17 Jahre nach dem ersten Schub, der Aufruf: „Kind, es ist jetzt eine Woche vor Pfingsten. In Deiner Ausbildungsstätte ist nicht viel los: Lege Dich jetzt eine Woche ist Bett. Aber Du darfst eine Woche lang nicht aufstehen, Dich nicht rühren. Sonst riskierst Du Deinen Rücken." Genau am Dienstag zuvor war ich noch bei meinem Orthopäden gewesen, der mir bescheinigte: „36 cm Fingerspitzen-Bodenabstand, der Rücken ist versteift wie ein Besenstiel.."
Trübe Aussicht....

Doch dann passierte die Lösung: Ich legte mich am Montag hin und hielt die Augen geschlossen. Ich wusste, ich durfte nicht aufstehen, dass hieß, auch nichts essen, nicht auf die Toilette gehen...ging das überhaupt? Ich dachte nicht weiter darüber nach und schaute, was innen passierte.

Auf einmal wurde der Körper von innen langsam immer orangefarbener. Weißes Licht fiel ein und färbte die Organe hellorangefarben. Die Organe zeigten sich in diesem orangefarbenen Licht und lösten sich allmählich in diesem Lichte auf. Langsam wurde dieses heilende Licht immer stärker und durchleuchtete die Wirbelsäule. Ich sah aus wie ein Gummibärchen im Backofen!

Am Dienstag sah ich, wie die Wirbelsäule ebenfalls von diesem Licht durchleuchtet wurde und die Wirbel orangefarben-transparent wurden. Ich sah meine Verknöcherungen wie Stalagmiten und Stalaktiten in einer Tropfsteinhöhle. In dem Licht, was mich so angenehm aufwärmte, sah ich ganz erstaunt, wie diese Versteinerungen abtropften. Ich fragte nach innen: „Vater, was passiert mit diesen Resten?" „Die werden durch den Blutkreislauf abtransportiert. Am Freitag wirst Du sehen, wie sie als gelöste Mineralien im Urin schwimmen. Der Urin wird ganz braun sein!"

Und ich konnte beobachten, wie die Wirbelsäule so abtropfte, dass sie am Mittwoch wieder vollständig in ihrer Urform hergestellt war. Sie erkaltete wieder langsam und nahm wieder die harte Form und Farbe der Knochen an. Ich sah ihre Konsistenz und freute mich, eine intakte Wirbelsäule zu haben. Doch die letzten 8 - 10 cm blieben dunkel. „Vater, was ist mit diesem Teil los? Kann der nicht repariert werden?" „Den muss ich Dir lassen, mein Kind," sagte Seine Stimme. „Der ist wichtig, damit Du Dich nicht neu belastest. Denn sobald Du wieder in denselben Fehler verfällst und nachtragend wirst, wird Dir Dein Ischias wieder wehtun. Das ist zu Deinem eigenen Wohle! Sonst gerätst Du wieder in die Gefahr, Dich zu schnell zu belasten."

Oh Schreck, ich verstand zwar Vaters Worte sehr gut, wusste aber sehr wohl, was das für mich heißen würde: Ein nachtragender Gedanke, und der Ischias fährt mir wieder ins Kreuz: Da kann ich wieder meine Krücken wieder benutzen! Also wusste ich: Ich musste Selbstkontrolle üben ohne Ende!

Das bleibt uns also, zu unserem eigenen Wohle: Die Stelle, in der die Belastung am stärksten gespeichert ist, bleibt empfindlich, damit wir nicht wieder in denselben Fehler verfallen und damit wir uns in diesem Leben mit den alten Tendenzen nicht neu belasten, denn genau die wollen wir ja eigentlich ablegen!

Am Donnerstag sah ich meine Organe wieder: Sie hatten ihre alte Form angenommen und waren wieder erkaltet. Die orangefarben-transparente Farbe war gewichen und die Leber sah wieder leberartig aus, ebenso wie die anderen Organe auch ihre Originalfarbe wieder angenommen hatten.

Am Freitag probierte ich aufzustehen. „Langsam, Kind, Dein Kreislauf ist noch nicht so stabil!" Ich stand ganz mutig auf - platsch, lag ich wieder im Bett! „Langsam, Kind! Setze Dich erst einmal auf und dann gehe langsam an der Wand entlang zur Toilette!" Ich setzte mich auf und wartete, bis das Karussell in meinem Kopf stehen geblieben war. Dann tastete ich mich langsam an der Wand entlang und ging vorsichtig bis zur Toilette. Der Körper hielt wieder. Wäre ich in dem weichen Zustand aufgestanden, hätte sich alles verschoben. Das war das Risiko, vor dem mich der Schöpfer gewarnt hatte.

Der Urin sah aus, als hätte ich Brühe getrunken: Dunkelbraunrot war er gefärbt. Alle gelösten Mineralien aus der Wirbelsäule waren wirklich im Urin aufgenommen worden und wurden ausgeschieden. Noch längere Zeit behielt der Urin seine Färbung bei, bis er wieder normal hell wurde.

Am Dienstag drauf ging ich wieder zu meinem Orthopäden: „Herr Doktor, schauen Sie, ich bin geheilt worden!" Und überglücklich zeigte ich ihm, dass meine Fingerspitzen wieder bis auf den Boden kamen, wo sie doch zwei Wochen zuvor noch mit 36 cm. Bodenabstand gemessen worden waren. „Was haben Sie denn gemacht?" fragte er. „Haben Sie sich einer Laseroperation unterzogen?" „Nein!", ich lachte. „Christusheilung!" Und ich erzählte ihm die ganze Geschichte von dem Verlauf der Woche. Er staunte. „Christusheilung kann ich nicht in meine Akte schreiben," sagte er nachdenklich. „Also schreiben wir Spontanheilung!" „Das ist mir egal, was Sie schreiben," antwortete ich ihm. „Aber es war doch eine!" Sein Staunen hätte ich so gern in Bildern festgehalten: Ein berühmter Arzt steht vor diesem Phänomen der Christusheilung: Ein total versteifter Rücken ist in einer Woche wieder in die Urform der Wirbel versetzt worden...

Anschließend kam noch der Test: „Kind, in dem Jahr, welches man vorwärts und rückwärts lesen kann, fahren wir noch einmal nach Frankreich und dort kannst Du schauen, ob jetzt alles vergeben ist!" ‚Nun ja,' dachte ich, ‚bis zum Jahr 2002 ist noch viel Zeit.' Wir schrieben damals gerade 1989. Signifikant für mich war, das dies genau das Jahr war, welches ich dem Doktor prophezeit hatte, dass ich wieder gesund werden würde: „Herr Doktor, ich bin sicher, mit 36 Jahren werde ich geheilt sein." Und wirklich, ich stand kurz vor meinem 36. Geburtstag!

Zwei Jahre später kam der Aufruf: „Kind, Du hast jetzt Ferien! Pack Deine Sachen, wir fahren nach Frankreich." Ich stand kurz vor dem Examen und dachte: „Kein Fehler, vielleicht machen wir eine Fahrt durch's Französischbuch." Ich umkreiste die Orte, die mir durch das Innere Wort gesagt wurden und legte dadurch den Routenplan fest. Viele Orte waren im Französischbuch zu der Zeit beschrieben worden.

An den Orten angekommen, die ich allesamt noch nie vorher besucht hatte, ereilte mich dasselbe Gefühl wie damals in der Stadt, die ich mit den Austauscheltern besucht hatte: Ich kannte die Orte! Die ersten Orte stimmten mich glücklich. Ich konnte beschreiben, wie sie damals aussahen. Voller Überraschung schaute mein Sohn in den Archiven nach und fand heraus, dass meine Beschreibungen richtig waren! Die neueren Gebäude kannte ich nicht, aber die alten aus der Zeit sehr wohl. Veränderungen fielen mir auf, die seit der Zeit vorgenommen worden waren. Jetzt wurde mir allmählich klar: Ich befand mich auf der Reise in meine eigene Vergangenheit! Und nun durfte ich vor Ort beweisen, ob ich wirklich alles vergeben hatte, was zu vergeben war!

An jedem der einzelnen Orte konnte ich Details nennen, die die Einwohner und die Führer verblüfften und die sie mir bestätigten. Ein Detail, ein Anbau an meinem damaligen Elternhaus, den ich beschreiben konnte und dessen damalige Existenz mir niemand abnehmen wollte, fand ich erst auf einer Maquette wieder, in der das Elternhaus originalgetreu nachgebildet worden war!

An allen Originalschauplätzen tauchten auch die Gefühle von damals wieder auf, so, als ob sie in der Atmosphäre über dem Platz gespeichert worden wären. So ist es auch. Vor Ort empfindet man die Gefühle am allerstärksten. Das habe ich später mit den Menschen, die zu mir kamen, auch feststellen können: Sobald wir an den Ort fuhren, in dem sie früher gelebt hatten, waren die Gefühle wieder voll da.

An einem Platz an der Loire wurde ich dann gefragt: „Kind, ist Frankreich jetzt gut zu Dir?" Und ich antwortete: „Ja, jetzt ist Frankreich gut zu mir und ich fühle mich wohl!" Auf einmal bildete sich aus einer grauen Wolke, die schräg über mir gehangen hatte, eine Lichtgestalt. Sie winkte mir zu und rief: „Au revoir, la France!"

„Wo gehst Du hin?" fragte ich sie. „Dahin, wo ich jetzt gehen kann, nachdem mir verziehen wurde!" „Bitte, hilf doch, dass auf der Erde Frieden bleibe! Wir stecken gerade in einer so kriseligen Situation!" Sie überlegte es sich einen Augenblick und versprach dann zu helfen. Es ging um Gorbatschow. Laut der Voraussagen sollte sein Leben einen rapiden Endpunkt erreichen. Doch durch die Hilfe dieses gewandelten Wesens wurde er nicht erschossen und die Veränderung in Russland ging sanft weiter. Seitdem ist vieles nicht eingetreten, was angekündigt werden war...

Dann erschien ein weiteres Licht und fragte mich: „Kind, Dein Hauptlebenskarma ist jetzt bearbeitet." Ich war ganz erstaunt und fragte: „Aber Du sagtest mir doch, wir fahren noch einmal nach Frankreich in dem Jahr, was man vorwärts und rückwärts lesen kann? Es ist doch noch gar nicht 2002!" Ein leises Lachen antwortete: „Schau einmal auf den Kalender!" 1991 ... ein Jahr, welches man vorwärts und rückwärts lesen kann, wieso bin ich nicht selbst darauf gekommen?

„Alles, was Du jetzt tust, ist freiwillig. Du kannst es Dir aussuchen. Was möchtest Du jetzt tun?"
Und ich antwortete: „Vater, ich möchte gern den Menschen helfen, die in derselben Situation stecken wie ich!"

„Au, Kind, da hast Du Dir aber das schwerste ausgesucht, was Du Dir aussuchen konntest!", antwortete Seine Stimme. Und bald erfuhr ich, was er damit meinte. Zuerst sah ich die Schicksale der Menschen in deren Aura. Aber das wurde mir so schwer, wenn man alle Menschen in einer Straßenbahn wie transparent sieht und jeden einzelnen Gedanken hört. „Ich kann mit dieser Gabe nicht umgehen!", antwortete ich kleinlaut. „So viele Menschen - so viele Gedanken - so viele Schicksale - und alles steht einem direkt vor Augen! Das kann ich nicht!" In einer Fußgängerzone oder in der Straßenbahn wurde ich bald verrückt vor lauter Eindrücken. „Dann gebe ich Dir die Gabe, dass Du in den Zellen der Menschen sehen kannst, was sie erlebt haben und was die Ursache ihrer Krankheiten ist. Die Menschen werden freiwillig zu Dir kommen und Du wirst sie gezielt beraten können. Und wenn sie die Ursachen auflösen, so wie Du, dann werden ihre Krankheiten auch heilen!"

Damit konnte ich gut umgehen. Ich probierte zuerst, die einzelnen befallenen Organe zu durchstrahlen, bis ich merkte, dass ich damit immer nur einen Teilausschnitt des ganzen Geschehens sah, und zwar den Hauptkernpunkt. Das Drumherum blieb verschlossen. Oft konnte ich um das Bett der Menschen auch nicht herumgehen. So fragte ich Vater wieder, was ich denn tun solle: „Kind, strahle über die Fußreflexzonen ein. Du weißt doch, dass Du damit den gesamten Körper des Menschen durchstrahlen kannst!"

‚Oh ja.' So saß ich am Fußende des Bettes, hielt die Hände kurz vor den Fußsohlen und konnte mir ganz in Ruhe die gesamte Geschichte anschauen, welche zu dem angefragten Thema gehörte. Ich konnte zurückgehen und mir eine Speicherung auch zweimal ansehen, bis mir in der Abfolge der Bilder völlig klar war, was dort vorlag, was zu der Krankheit geführt hatte. Bereits aus dem Abstand von einigen Zentimetern sah ich den „Film", der mir die seelische Ursache dieser Krankheit zeigte.
Wie kommt das?

Dieser „Film" ist ein Ausschnitt des Lebensfilmes des Menschen mit dem Thema, welches er jetzt bearbeiten will. Von diesem Lebensfilm haben schon sehr viele Menschen mit Nahtoderlebnissen berichtet. Die Seele bekommt den Film des vergangenen Lebens nach ihrem Austritt aus dem Körper zu sehen, dies ist in vielen Schriften über Nahtoderlebnisse belegt. Der Lebensfilm im lebendigen Körper, welchen ich während der Durchlichtungsanalyse sehe, umfasst Ausschnitte aus egal welchen Leben, die der Mensch jemals hatte. Die Ausschnitte sind abhängig von der Frage, die der Mensch stellt, d.h. es werden nur die Ausschnitte gezeigt, die er durch seine freiwillig gestellte Frage abruft. Die Frage öffnet „die Datei" zu dem Ausschnitt des Lebensfilmes, den der Mensch aufgrund einer Frage zu einer entstandenen Krankheit oder zu einem Konflikt zu sehen wünscht.

Ist der Mensch selbst hellsichtig, was in vielen Fällen schon vorgekommen ist, so sieht er dieselbe Szene wie ich (oder ein anderer Lebensberater, der ebenfalls diese göttlichen Fähigkeiten in sich erschlossen hat). Wenn nicht, so schaue ich in dessen Organspeicherungen nach und erzähle ihm anschließend, was der Lebensfilm zeigte. Die gesehenen Bilder haben sich immer bewahrheitet, z.B. dadurch erkennbar, dass ein gezeigter Partner, den ich nicht kennen konnte, aufs Haar dem beschriebenen Bilde glich (dies wurde anschließend an die Durchlichtungsanalyse mit den Menschen verglichen), oder dass beschriebene Personen und Zusammenhänge aus der Vergangenheit haargenau mit den historischen Personen und Zusammenhängen übereinstimmten, was in der Folge durch historische Nachforschungen festgestellt werden konnte. Ich muss dazu sagen, dass ich immer sehr schlecht in Geschichte war und von vielen Zusammenhängen überhaupt keine Ahnung hatte, so dass ein Vorwissen ausgeschlossen war. Mittlerweile kenne ich aber durch die vielen Durchlichtungsanalysen die Geschichte sehr genau, weil viele Zusammenhänge auch wieder aus den verschiedenen Perspektiven der verschiedenen Beteiligten zu sehen waren. Oft kommen ganze Völkergruppen wieder gemeinsam auf die Erde, um zusammen etwas aufzulösen, zum Beispiel Karl der Große mit seinem Hofstaat, seinen Heerführern und Bauern. Immer wieder sah ich sein Regime aus der Perspektive eines anderen Beteiligten.

So ergab sich nun eine höchst interessante Arbeit: Die Menschen kamen mit Fragen wie: ‚Was habe ich mit dieser oder jener Person zu tun?' Und in demjenigen Organ, welches der „Speicher" war für diese Frage, sah ich den „Kurzfilm", die Antwort. Ich fing an, die „Filme" genau zu beschreiben, so genau, wie man es eben mit Worten ausdrücken kann. Dabei kam mir zugute, dass ich in der Schule immer liebend gern Bildbeschreibungen gemacht hatte.

Anschließend, im Nachgespräch, erklärte ich den Menschen das Bild, so gut ich es vermochte, und meistens erzählten sie mir ihre besondere Beziehung zu diesem Thema, die schon weit vor der Durchlichtungsanalyse begonnen hatte, oft schon im Kindesalter, was ich wiederum nicht wissen konnte. So wurde auf einmal das Gesamtbild und der Bezug eindeutig und der Mensch konnte selbst erkennen, wie viele Hinweise er auf jene Inkarnation bereits in seinem jetzigen Leben, vor dieser Lebensberatung und Durchlichtungsanalyse, erhalten hatte. Das ist ja das Phänomenale, was ich an mir selbst erlebt hatte: Auf einmal wurden kleine Ereignisse aus der Kinder- und Jugendzeit in einen ganz anderen Zusammenhang gesetzt!

Dasselbe Prinzip zeigt sich bei den Krankheiten: Auch dort läuft im erkrankten Organ ein „Film" ab, der die Ursache zu der Krankheit zeigt, ebenfalls in Bildern aus vergangenen oder dem gegenwärtigen Leben. Anschließend suchen wir gemeinsam den Konflikt heraus: Wo fehlt in dieser Situation noch etwas zu vergeben? Oder muss der Mensch selbst noch um Vergebung bitten? War ich damals Täter oder Opfer? Diese Frage gibt den Schlüssel zur Genesung in die Hand, denn das Erkennen der seelischen Ursachen und das Beseitigen der Konflikte setzt erst die Voraussetzungen für eine physische Genesung, die anschließend vom Arzt oder Heilpraktiker eingeleitet und weiterverfolgt wird.

Insofern steht die Durchlichtungsanalyse nicht isoliert von Ärzten und Heilpraktikern, weil durch das Finden der seelischen Ursache der Genesungsboden erst geschaffen wird, auf dem Ärzte und Heilpraktiker weiterarbeiten können. So arbeite ich mit vielen Ärzten und Heilpraktikern zusammen. Sie übernehmen die Beobachtung und Begleitung der physischen Heilung, nachdem die Durchlichtungsanalyse die mögliche Heilung der Seele zeigte, wenn der Mensch seine Ursache, die gezeigte Geschichte mit ihrem Lernstoff und dem „Noch-zu-Reparierenden", annimmt. Es kommt natürlich darauf an, wie schnell der Mensch seine seelischen Ursachen aufzulösen bereit ist. Ist er nachtragend oder gar hasserfüllt, so kann die physische Heilung oft lange auf sich warten lassen, und die körperlichen Phänomene bleiben, bis der Mensch sein Thema angefangen hat zu bearbeiten und es zur Auflösung gebracht hat. Ebenfalls sehr hinderlich ist Stolz und Rechthaberei, was vor allen Dingen bei Tätern vorkommt. Habe ich ein Leben lang die Zehn Gebote mit Füßen getreten und komme nun im Alter in die Austragung, so muss ich mich nicht wundern, wenn mit einer Heilstrahlung nicht gleich alle Phänomene verschwinden: Es wird immer nur das gehen können, was der Mensch bereit ist anzuschauen und um Vergebung zu bitten. Das darf dann allmählich, so wie die Abtragungszeit es erlaubt, verschwinden.

Schmerzen haben Signalwirkung: Sie wollen uns auf etwas aufmerksam machen, was in unserem Leben oder Seelenleben noch schiefläuft, Haltungen, die noch zu korrigieren sind, weil sie verbissen oder gar ungerecht sind. Das bedeutet: Nicht immer kommt die Ursache des Heute-Erlebten wirklich aus der jetzigen Inkarnation. Immer gilt: „Was du säst, wirst du ernten!", auch wenn es nicht im selben Leben ist!

Um dieses Geschehen etwas zu erläutern, möchte ich aus dem Buch „Mallona" von Leopold Engel etwas zitieren, das genau auf diese Eigenschaft des Sehens passt. Leopold Engel schreibt:

„Die merkwürdigen Entdeckungen der Psychometrie, jener Eigenschaft des Inneren Gesichts, durch die längst Vergangenes für den Beschauer wieder in die Gegenwart versetzt werden kann, hatten stets mein größtes Interesse erregt. (...) Es ist eine bekannte Tatsache, dass alle Dinge, welche jemals geschehen sind, nichts weniger als spurlos aus der Gegenwart verschwinden, sondern im Gegenteil im Weltenraum gleichsam photographiert aufbewahrt bleiben. Von jedem Geschehnis gehen Lichtschwingungen aus, die in den Weltenraum entschwinden. Gelänge es, diese Schwingungen an einem anderen Orte aufzufangen und in einem geeigneten Apparate zu sammeln, resp. auf einen Empfänger zu übertragen, so würde sich dasselbe Bild, gleichgültig auf welche Entfernung, wiederum so darstellen lassen, wie es durch die von der Quelle ausgehenden Schwingungen ausgestrahlt wurde. Eine solche Erfindung würde den Anfang jener Kunst bedeuten, welche die Psychometrie in vollendeter Art auszuüben vermag. Denn diese will nicht nur Gegenwärtiges, sondern längst Vergangenes reproduzieren vermöge der Tatsache, dass die in den Raum entsandten Schwingungen, die von einem Geschehnis ausgingen, eingeholt, gesammelt und zu einem Bilde wieder zusammengestellt werden können. Der Apparat, der diese wunderbare Leistung vollbringt, ist das ,Gehirn'."

Hier beschreibt Leopold Engel genau, wie durch das ,Gehirn' (genauer gesagt durch unsere feinstofflichen Sinne) die in der Atmosphäre und auch gleichzeitig in den entsprechenden Organspeicherungen des Körpers gespeicherten Informationen gesehen werden können. Er beschreibt weiter:

„Die Umstände bewiesen klar, dass hier mehr als nur erregte Einbildungskraft im Spiele sein müsse, weil die Kenntnisse der betreffenden Personen über die geschilderten Ereignisse nicht ausreichten, um diese Bilder lediglich als Spiel der Phantasie zu erklären."

So ging es mir ja auch und geht es mir täglich immer wieder: Die beschriebenen Umstände und die gesehenen Personen, die ich noch nie im Leben gesehen habe, werden von den Menschen immer haargenau als diese oder jene Person identifiziert, ebenso wie die Lebensumstände, die mir die Person nie erzählt hatte, die aber in der Organinformation sichtbar wurden. Eine hochgebildete Dame, die überrascht war über die genauen Ergebnisse einer Durchlichtungsanalyse, drückte es einmal so aus: „Frau La Belle, vor Ihnen kann man ja auch nichts verbergen!" Das ist ja auch gut so, denn erstens bleiben die Zusammenhänge unter Schweigepflicht und zweitens helfen sie den Menschen, die Konflikte und Schmerzen, unter denen sie leiden, zu lösen. So ist schon mancher einen Riesenkonflikt mit schmerzhaften Konsequenzen losgeworden und dementsprechend konnten auch die Schmerzen weichen.

Seit Oktober 2006, genau 10 Jahre, nachdem ich vom Vater die genauen Anweisungen über die Durchführung der Durchlichtungsanalyse bekommen hatte, rief Er noch einen weiteren Teil ins Leben: Die Innenschau

In der Innenschau werden dem Menschen die Personen, mit denen er etwas zu tun hatte, vor Augen geführt. Es ist die sanfteste Art der Rückführung: Der Mensch muss die Erlebnisse, die zu seinem Leiden geführt haben, nicht noch einmal selbst sehen, denn die sehe ich, resp. der sehende Therapeut. Im Nachgespräch bekommt der Mensch seine Zusammenhänge erklärt und in der Innenschau geht es nur um die Frage: Kann ich meinen/m Mitmenschen jetzt vergeben bzw. um Vergebung bitten? Viele der Suchenden sehen die Personen selbst und erkennen sie oft auch, obwohl sie ihnen im historischen Gewand erscheinen. Sie wissen beim Anschauen des Gesichtes, wer diese Personen heute sind, wenn sie inkarniert sind. Andere sehen nur den Verschattungsgrad der Situation in wechselnden Farben. In dem Moment, wo sie vergeben / um Vergebung bitten, werden die Farben heller. Ist alles vergeben, so bricht das weiße Licht durch. Es wird von allen Menschen als wohltuend und aufbauend empfunden, denn es ist das Licht, aus dem die Seele ursprünglich gemacht wurde.

In der Folge erhielt ich vom Vater durch das Innere Wort die Aufgabe, ich solle doch nun Seminare geben über das, was ich selbst erlebt hatte und bei den Mitmenschen gesehen habe: Heilung durch Erkennen. Diese Seminare finden immer wieder in Deutschland statt, zur Zeit als Kompaktseminare, werden jetzt aber auch in Paraguay als Ferienkompaktseminare angeboten. Mancherorts wünschen sich die Gastgeber noch Wochenendseminare, so dass diese Möglichkeit auch besteht. Diese Seminare befähigen auch Therapeuten, gezielt mit ihren Patienten zu arbeiten. (Anfragen einfach an meine E-Mailadresse).

Als ich dann Tausende von Menschen mit der Durchlichtungsanalyse „durchgescannt" hatte, ergaben sich immer wieder dieselben Ergebnisse: So wie ich den Groll im Ischias lokalisieren konnte - der war ja nun wirklich nicht zu übersehen - so trugen andere Organe andere Themen. Und um diese generellen Themen, die in einem Organ gespeichert sind, geht es in diesem Buch. Zu fast jedem Organ gibt es eine gesehene Geschichte, die das Problem noch einmal plastisch erläutert. Der Unterschied zu anderen Werken ist die Sichtigkeit. Das, was gesehen wurde, kommt aus der Zellinformation und ist zeitgleich auch in der Chronik gespeichert. Viele Werke bedienen sich aber nur der Interpretation und es ergeben sich demnach nur „erdachte" Ursachen. Oft greifen die Therapien auch nicht, weil sie nicht den Kern des Übels erwischen. So hatte ich schon viele Patienten, bei denen es hieß: „Asthma - mir wird die Luft zum Atmen genommen...". Wenn man nicht weiß, dass Asthma immer eine Täterkrankheit ist, bei der der Mensch einem anderen die „Luft zum Atmen" - sprich: das Leben genommen hat oder demjenigen eine lebensgefährliche Verletzung zugefügt hat, so wird man nie auf den Kern kommen und das Asthma bleibt. Darin liegt der Unterschied von diesem Buch zu anderen Büchern.

Das zweite Buch erklärt die Evolutionsstufen im Laufe des Lebens: „Welcher Lebensabschnitt beinhaltet welchen Lernstoff?", geht dann in die Erklärung über die Ursache der Alterskrankheiten - daher auch der Untertitel: „Was Du säst, wirst Du ernten", erklärt, was Tod und Übergang bedeuten und wie die Kinderkrankheiten mit den Alterskrankheiten zusammenhängen. Der Mittelteil ist besonders interessant: Die Neuplanung: Wie gestaltete ich mir mein Leben, bevor ich auf die Erde kam? Was habe ich mir an karmischen Gebundenheiten mitgenommen? Was habe ich mir an Talenten mitgenommen und wie wollte ich diese Talente der Welt zur Verfügung stellen? Was ist in meinem Lebensplan drin, den ich mir vorgenommen habe? So kann ich in der Durchlichtungsanalyse ebenfalls wieder die Frage stellen: „Vater, was habe ich mir in der vorinkarnatorischen Planung denn überhaupt vorgenommen?

Das dritte Buch erklärt, woher die Ganzkörperkrankheiten und die Behinderungen kommen und zeigt auf, woher viele der psychischen Krankheiten kommen und wie sie gelöst werden können. Es betrachtet zuerst die schweren Fälle von karmischen Gebundenheiten, aufgrund derer sich die Seelen oft eine Ganzkörperkrankheit oder sogar eine Behinderung aussuchen. Wenn man weiß, dass die Seelen sich im Vorfeld, also in der Neuplanung, bereits ihre Krankheitsbilder aussuchen, wird man vorsichtig werden, dem lieben Gott einen Vorwurf dafür zu machen, warum ein Kind krank auf die Welt kommt. Man kann sich nur fragen: Was habe ich als Elternteil mit der Krankheit des Kindes zu tun? War ich damals, wo die Krankheit ihren Ursprung nahm, mit einer der Täter und will dem Kind nun helfen, diese Krankheit in Ruhe auszutragen oder war ich sein Opfer? Habe ich deswegen eine so besondere Beziehung zu dem Kind - annehmend oder ablehnend? Oder bin ich ein Helfer, der sich bereiterklärt hat, diesem Kind auf seinem schweren Erdenweg zu helfen?

In zweiten Teil des dritten Buches werden die Interaktionen zwischen nicht inkarnierten Seelen und den inkarnierten Menschen gezeigt. Deren Erscheinungsformen werden ja immer noch in die „Kiste" der psychischen Krankheiten gesteckt. Was hat es auf sich mit „akustischen Halluzinationen", „Schizophrenien" etc.?
Die genauen Beschreibungen der Buchinhalte finden Sie noch einmal am Ende dieses Buches.

Weitere Bücher werden folgen, die verschiedene weitere interessante Themen behandeln.
Falls die eine oder andere Situation aus meinem Leben in den Büchern noch einmal aufgegriffen und in den entsprechenden Zusammenhang gesetzt wurde, bitte ich Sie, dies zu entschuldigen und zu verstehen: Manchmal geht es einfach um eine Vertiefung einer Situation.

Ich wünsche Ihnen jetzt viel Freude beim Lesen und viele „Aha - Erlebnisse!"

Februar 2009
Claire La Belle