Vorwort Band 3
Über allem steht die Liebe - das soll der Titel eines Buches sein, wo es darum geht, die schlimmsten Krankheiten und Schicksale zu besprechen, die wir überhaupt auf der Welt vorfinden? Seelische Krankheiten? Ganzkörperkrankheiten? Behinderungen? Die armen geplagten Menschen, die diese Schicksale aushalten müssen!

So sagt sich mancher und vergisst dabei total, dass sich die Seelen freiwillig und nach gründlicher Prüfung ihres Schicksals selbst dazu entschlossen haben, eine so gelagerte Erdeninkarnation führen und leben zu wollen: Warum?

Stellen wir uns einmal folgende Situation vor: Ein tapferer Feldherr kommt, voll überzeugt von der Qualität seines Erdenlebens, nach seinem Ableben in die Seelenebenen. Er sieht seinen Lebensfilm, aber nicht so, wie er ihn gern hätte, als Held, als der er sich sah, sondern er sieht nur das Unglück, was er unter den Menschen herbeigeführt hatte, die Zerstörung, die Verwüstung, die getöteten Menschen, die auseinandergerissenen Familien, die armen Hinterbliebenen, die ihren Ernährer verloren haben, die verwaisten Kinder, die verwitweten und geschändeten Frauen.

In den Seelenreichen würde es ihn Jahrhunderte kosten, das alles wiedergutzumachen und alle beteiligten Seelen zu bitten, ihm zu vergeben, weil es dort kein Vergessen gibt, keinen Ort, an dem man sich verstecken könnte, um diesen Bildern von Schmach und Elend einmal auszuweichen. Diese Bilder verfolgen und verfolgen ihn, die Seelen bleiben ihm auf den Fersen, verlangen Rache und Wiedergutmachung. Er bleibt in dem Bild von Elend und Trauer, hört permanent das Gejammer und Gestöhne der Seelen, welche die Schmerzen noch empfinden.

Irgendwann hat er von dieser Situation genug und möchte sie so schnell wie möglich lösen. Er kann nicht mehr. Selbst Ohren zuhalten geht nicht, weil es in den Seelenreichen keine physischen Ohren gibt: Das Gestöhne und Gejammer geht ihm durch und durch.

Er bittet um eine neue Inkarnation, in der er all das, was er in der „heldenhaften" Inkarnation „verbockt" hat, wiedergutmachen kann. So wird er sich eine Inkarnation aussuchen, in der er die meisten Chancen hat, dass die Seelen ihm das, was er angestellt hat, von oben her vergeben. Denn sie werden ihn während der gesamten Erdeninkarnation beobachten und jeden Schritt, jeden Entwicklungsschritt genau verfolgen, ob er sich jetzt auch an ihre gemeinsamen Abmachungen hält.

Die erste Inkarnation nach einer so fehlgelaufenen Inkarnation ist meistens die Austragung. Das ist die Inkarnation, in der unser Täter sich die Schmerzen des Opfers „aufbuckelt" und sie selbst an sich austrägt. Ebenso übernimmt er die von ihm abgeschlagenen oder verunstalteten Glieder und trägt sie als fehlende oder fehlgebildete Glieder am eigenen Körper aus: Er sucht sich eine Erdeninkarnation aus, in der er selbst mit Missbildungen oder fehlenden Gliedmaßen zur Welt kommt.

Um diese Art der Inkarnationen geht es. Da muss sich keine Mutter der Erde Vorwürfe machen, sie hätte sich falsch verhalten oder ein falsches Medikament genommen: Diese Planungen sind Planungen der Seele, die diese sich zur Austragung vorgenommen hat.

Kommt nun die Seele mit diesen Vorgaben zur Welt, so erkennen die beteiligten Seelen in den Seelenreichen, dass sie ernst macht, wirklich in die Reue geht und das an sich erfährt, was sie anderen zugefügt hat.

Unter diesem Aspekt fällt es den Seelen meistens nicht mehr so schwer zu vergeben. Sie sehen, dass ihr Inkarnierter es ernst meint und es heute auch nicht viel besser hat als sie es damals mit den Schäden, die er ihnen zugefügt hatte, hatten.

Geht es in erster Linie um Schmerzen, so sind die Ganzkörperkrankheiten oft die Austragungen dafür. Unter diesem Aspekt müssen wir die Wahl einer Seele, sich eine Ganzkörperkrankheit auszusuchen, sehen.

Die psychischen Krankheiten sind letztendlich eine Offenheit der geistigen Welt gegenüber, die den Inkarnierten zu Erdzeiten das „herunterfunkt", was sie noch bearbeiten wollten. Sie sind eine große Hilfe auf dem Weg des Erkennens, werden oft aber nicht als eine solche verstanden. Deswegen ist es wichtig, den Sinn und Zweck der psychischen Krankheiten genau zu verstehen.

Bezeichnerderweise bestätigen sogar Psychiater, Psychologen und Psychotherapeuten, dass die Menschen mit psychischen Krankheiten körperlich weniger krank sind. Eigentlich ist der Grund klar: Sie tragen ihre Konflikte aus früheren Zeiten über die Psyche aus. Sie haben sich das so ausgesucht. Dafür trägt ihr Körper weniger aus. Das ist dann nicht mehr nötig.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und sehr viele Aha-Effekte: „Ach deshalb! Na ja, jetzt verstehe ich das! Darum ist das so!"

Ihre Claire La Belle
Januar 2010